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,,Früher war mehr Lametta" - Für Loriot- Liebhaber

Lange schon war er nicht mehr da. Obwohl, da, im Sinne von existieren, ist er schon. Ich musste ihn mir nur noch ins Gedächtnis holen. Und heute geschah es. Es war reiner Zufall. Da ist er: Loriot, bürgerlich Victor von Bühlow. Und auch wenn wir noch kein Weihnachten haben, ist es mir ein Bedürfnis, ihn auch anderen in Erinnerung zu rufen: mit Dick Hoppenstedt und Konsorten. Hier nun mein Liebelings(weihnachts-)gedicht, extra besinnlich:

Advent ( by Loriot)                                                                                     

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken/ Schneeflöcklein leis' herniedersinken. Auf Edeltännleins grünem Wipfel/ häuft sich ein kleiner, weißer Zipfel. Und dort vom Fenster her durchbricht/ den dunklen Tann ein warmes Licht. Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer/ die Försterin im Herrenzimmer. In dieser wunderschönen Nacht/ hat sie den Förster/ umgebracht. Er war ihr/ bei des Heimes pflege, seit langer Zeit schon/ sehr im Wege. So kam sie mit sich überein/ am Niklasabend muss es sein.

Und als das Rehlein ging zu Ruh, das Häslein tat die Augen zu/ erlegt sie- direkt von vorn- den Gatten über Kinn und Korn. Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase/ zwei-, drei-, viermal die Schnuppernase. Und ruhet weiter/ süß im Dunkel/ derweil die Sternlein traulich funkeln. Und in der guten Stube drinnen/ da läuft des Försters Blut vonhinnen. Nun muss die Försterin sich eilen/ den Gatten sauber zu zerteilen. Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen/ nach Waidmanns Sitte/ aufgebrochen. Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied/ was der Gemahl bisher vermied. Behält ein Teil Filet zurück/ als festtägliches Bratenstück. Und packt zum Schluss- es geht oft vier- die Reste in Geschenkpapier.

Da tönts von fern wie Silberschellen/ im Dorfe hört man Hundebellen. ,,Wer ist's, der in so tiefer Nacht/ im Schnee nocg seine Runde macht?"  -Knecht Ruprecht, kommt/ mit goldenem Schlitten/ auf einem Hirsch herangeritten. ,, Hee, gute Frau/ habt ihr noch Sachen/ die armen Menschen Freude machen?" Des Försters Haus ist tief verschneit/ doch seine Frau steht schon bereit. ,,Die sechs Pakete/ heilger Mann/ s'ist alles, was ich geben kann!"

Die Silberschellen klingen leise/ Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise. Im Försterhaus die Kerze brennt/ ein Sternlein blinkt/es ist... Advent! 

Ende.                            <img src=" src="http://blogmag.de/ap/smilies/applause.gif" mce_src="http://blogmag.de/ap/smilies/applause.gif" border="0" />                                   

 

29.7.08 19:51
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


marlene20 / Website (8.9.08 21:46)
loriot ist einfach der beste!
als ich das erste mal das gedicht gelesen habe, hätte ich nicht gedacht das es von ihm ist!! eines der sehr selten makaberen :-D


Michawachstuch / Website (24.8.11 13:19)
Das bekannte Adventsgedicht von Loriot und nicht jeder versteht es. Mit 87 Jahren ist Loriot in Kreise seiner Familie friedlich für immer eingeschlafen und er ist für mich der größte Humorist in Deutschland.

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